1744/75 Neuausstattungen des Rokoko
Bald nach dem Regierungsantritt 1744 lässt Herzog Carl Eugen zahlreiche unansehnlich gewordene Räume der Beletage des Neuen Corps de Logis neu einrichten. Nachdem die ursprüngliche Hofkapelle in eine katholische Kirche umgewandelt worden war, fehlt eine protestantische Kapelle für die Gemahlin Carl Eugens. Deshalb wird der gegenüberliegende Zentralbau des Jagdordens zur protestantischen Hofkapelle umgestaltet.
Seit 1757 lässt Carl Eugen im „Attikageschoss“ des Neuen Corps de Logis ein Appartement einrichten. Dort folgen ein Vorsaal, zwei Vorzimmer, ein Assembleezimmer, eine Suite und ein Schlafzimmer mit Nebenräumen aufeinander. Oberbaudirektor La Guêpière lässt die Räume aufeinander abstimmen, Öfen und Kamine versetzen. Die Wände werden mit Malereien, vergoldeten Stuck- und Holzarbeiten sowie Damasttapeten geschmückt.
Der bislang leerstehende Theaterbau erhält 1758/59 seine Ausgestaltung
nach Plänen La Guêpières. Sogar Teile der originalen Bühnenmaschinerie
sind heute noch erhalten.
Seit den 1770er Jahren finden keine Neugestaltungen der Räume mehr
statt, Mobiliar geht nach Hohenheim oder in die Residenz in Stuttgart,
selbst die Instandhaltungsarbeiten sind auf ein Minimum reduziert.
1724/33 Gewaltige Vollendung 1798/1820 Neuausstattungen des Klassizismus