Stadt und Schloss Ludwigsburg verdanken ihre Existenz einer Fürstenlaune. Im Jahre 1704 legte Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg (1677-1733) den Grundstein zu einem Jagd- und Lusthaus.
Weil der ehrgeizige Herzog mit Bauvorhaben in Rastatt und München konkurrieren wollte, wurde dieses Jagdhaus die Keimzelle des größten Barockschlosses in Deutschland und ebenso für die dazugehörende planmäßig angelegte Stadt. 1709 rief der Herzog erstmals Menschen aus dem ganzen Land zur Gründung der noch fehlenden Ansiedlung: Er versprach ihnen namhafte Privilegien, etwa die Befreiung von Steuern. Der Herzog erhob Ludwigsburg 1724 anstelle von Stuttgart zur "alleinigen und beständigen" Residenz.