Bühnenbild "Elysische Gefilde"

Elysische Gefilde
Elysische Gefilde

Das Bühnenbild „Elysische Gefilde“ ist vermutlich das älteste des erhaltenen Bestandes. Wie viele der anderen Dekorationen ist es zu groß für die Ludwigsburger Bühne. Möglicherweise stammt es aus dem 1764 errichteten Ludwigsburger Opernhaus, das nur bis 1775 in ständiger Benutzung war.

Die „Elysischen Gefilde“ entführen in eine südliche Gegend mit Zypressen und blühenden Bäumen. Der Vorhang des Bühnenbilds zeigt eine Besonderheit: Er enthält eingenäht eine Soffitte mit verblassten Deckenkassetten. Durch die Inschrift auf der Soffitte lässt sich sogar noch die Inszenierung benennen, bei der diese Leinwandpartie ursprünglich verwendet worden war. Es handelt sich um die Kapitolszene jener Ezio-Inszenierung im Stuttgarter Lusthaus, deren Entwurf Carl Eugen zunächst missbilligt hatte: „Campidoglio.---. diese Scene ist ganz neu zu machen, und solle (der) Decorateur sich alle Mühe geben, etwas großes und prächtiges an Tag zu bringen. Der riss wird nicht approbiert.“

Eine Zweitverwendung von Material ist bei den „Elysischen Gefilden“ an mehreren Stellen zu sehen – es wurden sogar nicht nur intakte sondern auch durch Flicken ausgebesserte Leinwände weiterbenutzt.

 

 

 

 

 

 

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook