Prachtvolles Notenpult fertig restauriert
Zu den wertvollen Möbeln aus der Zeit des Herzogs, mit welchen das Carl-Eugen-Appartement ausgestattet ist, gehören fünf Notenpulte, deren Schnitzerei und Vergoldung in ungewöhnlicher Pracht ausgearbeitet sind. Sie tragen auf einer Kartusche die Initialen des Landesfürsten, dessen Liebe zur Musik im damaligen Europa berühmt war. Eines dieser Notenpulte wurde im vergangenen Jahr als Muster konserviert und restauriert.
Die Pulte waren im 19. Jahrhundert in der Schlosskirche in Verwendung und stehen seitdem vor der zugehörigen Fürstenloge. Seinerzeit wurden geschnitzte Teile ergänzt und die „Fassungen“, d. h. die Bemalungen und Vergoldungen in einer vom Original abweichenden Technik überarbeitet. Hinzu kam eine erhebliche Verschmutzung, so dass die außerordentliche plastische Qualität von Form und Oberfläche kaum noch abzulesen war.
In den Restaurierungswerkstätten der Staatlichen Schlösser und Gärten wurden am Musterstück Methoden zur substanzerhaltenden Konservierung mit Reinigung sowie ein Restaurierungskonzept erarbeitet, welches unter Beibehaltung der früheren Ergänzungen ein geschlossenes Gesamtbild ergeben und die differenzierten Glanz- und Oberflächeneffekte der originalen Vergoldungspartien wieder zur Wirkung verhelfen sollte.
Die Arbeiten wurden anschließend durch eine freiberufliche Restauratorin ausgeführt, fehlende Teile von einem Holzbildhauer nachgeschnitzt. Das Ergebnis der Restaurierung fiel derart positiv aus, dass die verbleibenden vier Pulte in entsprechender Weise restauriert wurden.