Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Residenzschloss Ludwigsburg

Erweiterung für festliche Anlässe

Ordensbau und

Ordenskapelle

Ein prächtiger Saal nimmt die gesamte erste Etage des Ordensbaus ein. Das Gebäude entstand ab 1709, um die Möglichkeiten des kleinen Jagdschlosses zu erweitern. Mit dem Ordenssaal und der Ordenskapelle erhielt der Herzog weitere Prunkräume für die Feierlichkeiten seines Jagdordens.

Der Ordenssaal im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, David Franck

Der Thron von König Friedrich I. im Ordenssaal.

Prächtig aus der Mode gekommen

Seit König Friedrich I. von Württemberg 1807 das majestätische Thronensemble aufstellen ließ, präsentiert sich der Ordenssaal nicht mehr in seiner ursprünglichen Gestalt. Der König ließ die damals unmodern gewordenen barocken Stuckaturen an den Wänden durch klassizistische Wandpfeiler ersetzen. Das Deckengemälde von Pietro Scotti wurde hingegen nur übermalt. 1939 konnte es mit seiner perspektivischen Architekturmalerei und dem Ausblick in den Götterhimmel wieder freigelegt werden.

Medaille mit König Wilhelm I. zur Verfassung von 1819; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger

Der König nutzte den Saal.

Heitere Feste – ernste Politik

Der Ordenssaal war der größte Raum des Schlosses vor der endgültigen Erweiterung durch den Neuen Hauptbau. Herzog Eberhard Ludwig nutzte ihn für die Festlichkeiten des neuen württembergischen Jagdordens, den er gegründet hatte. Ab 1806 hielt König Friedrich I. dort die Versammlungen seines Goldenen Adlerordens ab. Später war der Saal Schauplatz bedeutender politischer Ereignisse. 1819 wurde hier die Verfassung des Königreichs Württemberg verkündet und 1919 die erste demokratische Verfassung.

Blick in die Ordenskapelle im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Eine Kapelle für den Hochadel.

Die Ordenskapelle

Eindrucksvoll ist der architektonische Rahmen, den König Friedrich I. den Versammlungen des Goldenen Adlerordens geben ließ. Dafür musste Hofbaumeister Thouret die ehemalige evangelische Hofkapelle umgestalten. Dem illustren Orden gehörten neben Kaiser Napoleon die Könige von Preußen und Bayern sowie weitere Angehörige des Hochadels an. Bis heute unverändert erhalten sind die umlaufenden Sitzreihen, auf denen die Ordensritter unter ihrem vergoldeten Wappenschild Platz nahmen.

Szenen des Neuen Testaments.

TIPP

Gemalt, geschnitzt, aus Stein gemeißelt: Die Symbole des Ordenssterns des württembergischen Jagdordens und der goldene Adler sind an vielen Stellen in Schloss Ludwigsburg angebracht. Bei Ihrem Rundgang werden Sie sie immer wieder entdecken.

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