Detail des Hochzeitsfotos von Maximilian und Olga; Foto: Hauptstaatsarchiv Stuttgart (GU 99, Nr. 876)

Modernes Leben in alten Gemäuern

Die Kabinettausstellung Prinzessin Olga

Olga zu Schaumburg-Lippe (1876–1932) wohnte bis zu ihrem Tod in Schloss Ludwigsburg –als letzte Angehörige des württembergischen Königshauses. Die Fotoausstellung im ehemaligen Badezimmer der Prinzessin im zweiten Geschoss des Neuen Hauptbaus dokumentiert das Leben ihrer Familie.

Zweites Vorzimmer des Appartements Herzog Carl Eugens im Residenzschloss Ludwigsburg

Wechselvolle Nutzung der Privatwohnung.

Begehbares Familienalbum

Fotografien vom Beginn des 20. Jahrhunderts vermitteln in der kleinen Ausstellung einen lebendigen Eindruck vom Alltag einer Familie des Hochadels am Ende der Monarchie und während der Weimarer Republik. Ebenfalls ein Thema: Wie die vielen Räume im Schloss genutzt wurden, änderte sich mit jeder Generation. In der Ausstellung kann dieser spannende Wandel am Beispiel des ehemaligen Appartements Herzog Carl Eugens gezeigt werden.

Prinzessin Olga und Prinz Maximilian mit ihren Kindern in Ludwigsburg; Foto: Hauptstaatsarchiv Stuttgart (GU 99, Nr. 875)

Prinz Maximilian und Olga mit ihren Söhnen.

Eine Prinzessin mit Familienanhang

Prinzessin Olga gehörte dem württembergischen Königshaus an. Ihre Mutter war die Nichte von Königin Olga von Württemberg, die aus dem russischen Zarenhaus stammte. 1898 heiratete Prinzessin Olga im Alter von 22 Jahren Prinz Maximilian zu Schaumburg-Lippe. Das junge Paar wohnte seit 1901 mit den beiden Söhnen Eugen und Albrecht im ehemaligen Appartement von Herzog Carl Eugen. Nach dem frühen Tod ihres Mannes blieb Olga mit ihren Kindern im Ludwigsburger Schloss wohnen.

Die Söhne von Prinz Maximilian und Prinzessin Olga; Foto: Württembergische Landesbibliothek (adelalben.II,38,3)

Lieber toben als lernen.

Zwei Lausbuben und ein Hund namens Fips

Zur Erziehung ihrer beiden Söhne engagierte Prinzessin Olga mehrere Hauslehrer. 1910 trat Oberlehrer Rudolf Thietz seinen Dienst an. Er war der letzte Prinzenerzieher in Württemberg am Ende der Monarchie. In seinen Memoiren schreibt er, dass die Familie in dem beeindruckenden Ambiente der Schlossräume ein relativ bescheidenes Leben führte. Wie alle Kinder tobten die beiden Prinzen lieber mit Familienhund Fips im Schlossgarten herum anstatt brav am Schreibtisch zu sitzen und zu lernen.

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