Waschschüssel mit Kanne aus Ludwigsburger Porzellan, um 1750

Glanzstücke der Keramik aus fünf Jahrhunderten

Das Keramikmuseum

Einzigartige Schätze der keramischen Kunst präsentiert das Landesmuseum Württemberg im zweiten Obergeschoss des Neuen Hauptbaus. Auf rund 2000 m2 sind neben Ludwigsburger Porzellan Kunstobjekte vom mittelalterlichen Steinzeug bis zur Künstlerkeramik des 20. Jahrhunderts ausgestellt.

Detail einer Wasserkanne mit Grisaille-Malerei, um 1810

Höfische Tafelkultur.

Frivole Schäfer und venezianische Maskeraden

Ein Höhepunkt ist die 2000 Stücke umfassende Studiensammlung von Ludwigsburger Porzellan. Reich geschmückte Service und Tafelaufsätze vermitteln einen Eindruck vom verschwenderischen Glanz der höfischen Tafelkultur. Figurengruppen geben eine Ahnung vom Alltagsleben der Menschen in der Zeit des Rokoko. Die große Sammlung des Landesmuseums Württemberg, die in Schloss Ludwigsburg zu sehen ist, zeigt Spitzenstücke aller bedeutenden Manufakturen des 18. und 19. Jahrhunderts.

Majolikaschale mit mythologischer Darstellung um 1560; Foto: Landesmuseum Württemberg

Majolikaschale mit mythologischer Darstellung.

Kostbare Souvenirs aus Italien

Farbenprächtig und rar: Italienische Majolika füllt einen eigenen Ausstellungsraum im Keramikmuseum. Das Landesmuseum Württemberg verfügt über die zweitgrößte Sammlung dieser Glanzleistungen der Keramikkunst in Deutschland. Der knapp 800 Stücke umfassende Bestand geht auf die ausgeprägte Vorliebe des württembergischen Herzogs Carl Eugen zu Italien zurück. Er kaufte die Stücke bei Kunsthändlern in Augsburg und Nürnberg. Die meisten sind mit figurenreichen Motiven der Antike oder der Bibel bemalt.

Blick in das Keramikmuseum im Residenzschloss Luwigsburg; Foto: SSG

Zweitgrößte Majolikasammlung.

Kinder auf der Museumsrallye im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: SSG

Prächtige Königsvasen dienten als Staatsgeschenke.

Vom Historismus zur Moderne

Eine große Bandbreite verschiedener Stile und Techniken zeichnet die Keramik des 19. und 20. Jahrhunderts aus. Besonders experimentierfreudig zeigten sich die Künstler vom Jugendstil bis zur Gegenwart. Damals entstanden in den großen Porzellanmanufakturen wie Meißen, Berlin oder Sèvres Prunkvasen fürstlichen Ausmaßes. Sie gehören zu den beeindruckendsten Exponaten der Ausstellung.

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Achten Sie auf die Räume, in denen das Keramikmuseum untergebracht ist! Restaurierungsarbeiten haben den barocken Stuck und sogar Deckenfresken aus der Erbauungszeit des Schlosses unter Herzog Eberhard Ludwig zum Vorschein gebracht.

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