Besucher in der Ahnengalerie des Residenzschlosses Ludwigsburg

Fünfhundert Jahre württembergische Geschichte auf einen Blick

Die Ahnengalerie

Zu den imposantesten Räumen in Schloss Ludwigsburg gehört die Ahnengalerie. Der fast achtzig Meter lange Saal beeindruckt durch das grandiose Deckenfresko von Carlo Carlone und dreißig großformatige Porträts von Herrscherinnen und Herrschern von Württemberg.

Ahnengalerie im Residenzschloss Ludwigsburg

Opulent: die Hofseite der Ahnengalerie.

Repräsentativer Saal mit reichem Bilderschmuck

Die Ahnengalerie wurde zugleich mit der Bildergalerie ab 1729 als Verbindungstrakt zwischen den älteren Teilen des Schlosses und dem Neuen Hauptbau errichtet. Anstelle des ursprünglich geplanten schlichten Korridors mit weiß gestrichenen Wänden entschied sich Herzog Eberhard Ludwig für eine prachtvolle Ausstattung mit Stuckaturen und einem der größten und opulentesten Deckenfresken im gesamten Schloss.

Besucher der Ahnengalerie im Residenzschloss Ludwigsburg

Zu Besuch in der Ahnengalerie.

Barocke Decke, klassizistisches Konzept

Seine heutige Gestalt erhielt der Saal durch König Friedrich I. um 1806. Er ließ den Raum im klassizistischen Stil von seinem Hofbaumeister Nikolaus Friedrich von Thouret verändern. Die barocke Wanddekoration wurde entfernt und durch rötlichen Stuckmarmor ersetzt. Um die Bedeutung und das Alter seiner Familie hervorzuheben, ließ König Friedrich die Ahnenreihe der württembergischen Regenten ergänzen und Format und Rahmung der Bilder vereinheitlichen.

Ausschnitt aus dem Deckenfresko der Ahnengalerie im Residenzschloss Ludwigsburg mit Verherrlichung der Regierung Herzog Eberhard Ludwigs.

Teil des Deckenfreskos der Ahnengalerie.

Viel Ehre den Herren – wenig Platz für die Damen

Die Herrscherbilder in der Ahnengalerie führen den Stammbaum des Hauses Württemberg bis ins späte Mittelalter zu Herzog Eberhard im Barte zurück. Von ihm bis Wilhelm II., der als letzter König nach dem Ende der Monarchie 1918 abdankte, sind alle regierenden Herzöge und Könige vertreten. Ehefrauen wurden nur dann in der Ahnengalerie mit einem Porträt geehrt, wenn sie durch die Geburt eines Thronfolgers zum Erhalt der Dynastie beigetragen hatten.

König Karl, Sohn von Pauline und Wilhelm
Königin Pauline auf einem Gemälde von Georg Friedrich Erhardt
König Wilhelm I auf einem Gemälde von Joseph Karl Stieler

Eine Königin erhielt nur einen Platz in der Ahnengalerie, wenn sie einen Thronfolger geboren hatte.

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