Jagdpavillon des Residenzschlosses Ludwigsburg mit Marmorsaletta von Giacomo Antonio Corbellini

Glanzvoller Rahmen für Jagdgesellschaften

Der Jagdpavillon

Der Jagdpavillon mit seinen kostbaren Räumen bildet einen Höhepunkt der barocken Ausstattungskunst in Schloss Ludwigsburg. Im größten Raum, der Marmorsaletta, veranstaltete Herzog Eberhard Ludwig die festlichen Zusammenkünfte des von ihm gegründeten St.-Hubertus-Jagdordens.

Detail der Decke mit Marmorsaletta im Jagdpavillon des Residenzschlosses Ludwigsburg

Ausschnitt aus der Decke der Marmorsaletta.

Namengebend: kostbarer Wandschmuck aus Marmor

Die Marmorsaletta, der zentrale Prunksaal im Jagdpavillon, aus der ersten Bauzeit des Schlosses ist vollständig erhalten. Giacomo Antonio Corbellini überzog die Wände mit vielfarbigen Einlegearbeiten in Stuckmarmor. Sie zeigen den württembergischen Jagdorden, Jagdhörner und das Monogramm von Herzog Eberhard Ludwig. Beeindruckend sind die beiden wuchtigen Kamine, auf denen Putten thronen. Die prunkvolle Ausstattung gipfelt in der prächtigen Decke mit ihrem reichen Stuck und einem Gemälde von Luca Antonio Colomba.

Details des Fußbodens im Marmorkabinett des Jagdpavillons des Residenzschlosses Ludwigsburg
Detail aus dem Boiserienkabinett des Jagdpavillons des Residenzschlosses Ludwigsburg
Detail der Decke im Chinesischen Lackkabinett des Jagdpavillons des Residenzschlosses Ludwigsburg

Das Boiserienkabinett und das Lackkabinett sind Meisterstücke des barocken Kunsthandwerks, die durch eine virtuose Materialverarbeitung beeindrucken.

Detail im Chinesischen Lackkabinett des Jagdpavillons um 1715

Chinamode an deutschen Fürstenhöfen.

Raumkunstwerke im Kleinen

Drei reich verzierte Kabinette schließen an die Marmorsaletta an; alle drei sind kostbare und raffinierte Raumkunstwerke des Barock. Im eleganten Marmorkabinett überziehen feine Stuckaturen die Wände aus hellem Stuckmarmor. Im Boiserienkabinett erinnern die eingelegten Ornamente der Wandvertäfelung an Muster türkischer Teppiche. Das Lackkabinett fasziniert mit chinesisch anmutenden Malereien auf schwarzem Grund. Türkenmode und Chinamode waren hochaktuelle Trends an den europäischen Fürstenhöfen.

Versenden
Drucken