Besucher im Spielpavillon des Residenzschlosses Ludwigsburg

Spielvergnügen in heiterer Umgebung

Der Spielpavillon

Im Spielpavillon fanden sich die Damen und Kavaliere in geselliger Runde zusammen. Um den runden Hauptsaal mit seiner üppigen und beschwingten Dekoration gruppieren sich vier kleine Eckzimmer. Karten- und Geschicklichkeitsspiele gehörten zu den abendlichen Vergnügungen der Hofgesellschaft.

Spielpavillon des Residenzschlosses Ludwigsburg mit Deckenmalereien von Colomba und Wohlhaupter

Pavillon mit Aussicht.

Rundum prächtig anzuschauen

Herrliche Ausblicke in den Garten gewährt der runde Saal im Zentrum des Spielpavillons durch seine Fenster in drei Himmelsrichtungen. Die prachtvolle Decke ist mit reichen Stuckaturen von Diego Carlone verziert. Auf dem Deckenfresko haben die Maler Luca Antonio Colomba und Emanuel Wohlhaupter die vier Jahreszeiten mit den Tierkreiszeichen dargestellt – passend zum Zweck des Raumes heitere Themen in frischen Farben.

Eine Blattmaske im Spielpavillon des Alten Hauptbaus

Aufs Detail kommt es an.

Skurriler Wandschmuck

Ein Beispiel für die barocke Freude am Kuriosen und Exotischen ist die Wandgestaltung der vier Eckzimmer des Spielpavillons. Die Malereien ahmen Delfter Kacheln nach. Sie zeigen groteske und komische Szenen, die vermutlich von den weit verbreiteten Kupferstichen des Jacques Callot inspiriert sind – etwa seinen Ansichten von Zwergen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Prächtig verzierte Kamine und aufwendig gestaltete Decken machen die vier kleinen Spielkabinette zu wahren Schmuckstücken.

Wandverzierung mit imitierten Delfter Kacheln im Spielpavillon des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: sv

Die Wandmalereien in den Eckzimmern des Spielsalons imitieren Delfter Kacheln mit skurrilen und kuriosen Szenen.

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