Zweites Vorzimmer des Appartements Carl Eugens im Residenzschloss Ludwigsburg

Ein Juwel des Rokoko

Das Appartement von Herzog Carl Eugen

Kostbare Möbel und Ausstattungen aus der Zeit des Rokoko sind die Höhepunkte der Dauerausstellung in der einstigen Privatwohnung von Herzog Carl Eugen von Württemberg. Seit der 2004 abgeschlossenen Restaurierung präsentieren sich die Räume wieder in neuem Glanz.

Assembléezimmer Herzog Carl Eugens in seinem Appartement im Residenzschloss Ludwigsburg

Assembléezimmer mit virtuosem Rokokodekor.

Sorgloser Zeitvertreib im Rokoko-Ambiente

Ab 1757 ließ Herzog Carl Eugen im zweiten Obergeschoss des Neuen Hauptbaus einige Räume als Privatwohnung einrichten. Hier traf sich der Herzog mit seinen engsten Vertrauten. Die Zimmer waren der Schauplatz für Konversation, Spiel und Musik. Die Dekorationen verweisen zum Teil auf den Zweck der Räume: Vergoldeter Stuck und Schnitzereien im Assembléezimmer zeigen Musikinstrumente, eine Anspielung darauf, dass der Raum auch als intimer Konzertsaal diente.

Erstes Kabinett im Appartement Herzog Carl Eugens im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: SSG

Verspielte Wandgestaltung.

Verspielte Dekorationen

Der spielerische Charme der Rokoko-Kunst zeigt sich in den beiden Kabinetten, die sich an die Gesellschaftsräume anschließen. Im hellblauen Eckzimmer konnte die handbemalte Wandbespannung mit Blumen und Vogelmotiven rekonstruiert werden. Die Gemälde mit spielenden Putten und galanten Szenen über den Türen und Fenstern stammen von dem württembergischen Hofmaler Adolf Friedrich Harper. Für die Bilder in den übrigen Räumen verpflichtete Herzog Carl Eugen den bedeutenden Freskenmaler Matthäus Günther.

Erstes Vorzimmer im Appartement Herzog Carl Eugens im Residenzschloss LudwigsburgErstes Vorzimmer im Appartement Herzog Carl Eugens im Residenzschloss Ludwigsburg

Das erste Vorzimmer zieren Porträts der Familie.

Kostbare Möbel direkt aus Paris

Großformatige Porträts bestimmen den Eindruck des ersten Vorzimmers. Sie zeigen den jungen Herzog Carl Eugen, seine Braut Elisabeth Friederike Sophie und ihre Mutter Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth, eine Schwester von Preußenkönig Friedrich dem Großen. Die Gemälde stammen vom preußischen Hofmaler Antoine Pesne. Immer wieder erwarb der kunstliebende Herzog Carl Eugen kostbare Möbelstücke direkt in Paris wie beispielsweise die beiden Kommoden, geschaffen von Jacques-Philippe Carel um 1750.

Schreibschrank von René Dubois im Appartement Herzog Carl Eugens im Residenzschloss Ludwigsburg
Kommode von Jacques-Philippe Carel im Appartement Herzog Carl Eugens im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: SSG

Herzog Carl Eugen besaß eine Vielzahl edler französischer Möbelstücke, die er zum Teil auf Reisen in Frankreich gekauft hatte.

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