Venezianische Maske beim Karneval in Venedig

Buntes Maskentreiben und luxuriöser Jahrmarkt

Die Venezianische Messe

Vier Mal reiste Herzog Carl Eugen nach Italien. Die Lagunenstadt Venedig mit ihren imposanten Plätzen und prunkvollen Adelspalästen hatte es ihm besonders angetan. Mit einer „St. Marcus Messe“ brachte er venezianisches Flair in seine Residenzstadt Ludwigsburg.

Maskenpärchen aus Porzellan; Foto: Landesmuseum Württemberg

Maskenpärchen.

Ein fürstliches Souvenir

Fast ein halbes Jahr blieb Carl Eugen 1767 in Venedig, fern von seinen Aufgaben als Landesherr. Mit einem Gefolge von 129 Personen genoss er den berühmten Karneval und die Regatta am Himmelfahrtstag. Wieder zurück in Württemberg rief er die Venezianische Messe ins Leben, die erstmals im Januar 1768 auf dem Ludwigsburger Marktplatz abgehalten wurde. Das Spektakel fand bis zum Tod des Herzogs 1793 jährlich statt.

Die Boutique eines Feinkosthändlers aus Porzellan; Foto: Landesmuseum Württemberg

Die Boutique eines Feinkosthändlers aus Porzellan.

Barocker Budenzauber

Während der Venezianischen Messen hatten alle Besucher auf herzoglichen Befehl „en Masque“ zu erscheinen. In hölzernen Verkaufsbuden präsentierten die Händler ein feines Sortiment: Stoffe, Masken, Delikatessen und sogar Kunstwerke. Wie der Markt, die Händler und die Besucher aussahen, ist heute noch zu erleben: Die Ludwigsburger Porzellanmanufaktur schuf eine Venezianische Messe im Miniaturformat. Das Keramikmuseum zeigt dieses figurenreiche Kunstwerk aus der Zeit von Herzog Carl Eugen.

Maskengruppe aus der Venezianischen Messe, Ludwigsburger Porzellan; Foto: Landesmuseum Württemberg

Maskengruppe aus der Venezianischen Messe, Ludwigsburger Porzellan.

Die Italienliebe der württembergischen Regenten ist in Schloss Ludwigsburg nicht zu übersehen. Auf Ihrem Rundgang werden Sie viele kostbare Souvenirs wie venezianische Lüster, florentinische Steinmosaike oder zwei vom Papst an Herzog Carl Eugen verschenkte Bilder entdecken.

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