Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Residenzschloss Ludwigsburg

Residenzschloss Ludwigsburg, Wanderfalke; Foto: Udo Rühl
Das Schloss als Heimat einer geschützten Tierart

Die Wanderfalken

sind zurück

Im letzten Jahr nahmen zum ersten Mal Wanderfalken das Nistangebot auf dem Dach von Residenzschloss Ludwigsburg an. Jetzt sind die außergewöhnlichen Vögel der raren Spezies zurückgekehrt. Über viele Jahre waren sie bedroht, heute sind sie besonders geschützt. Das Monument bietet den seltenen Tieren einen Lebensraum.

Residenzschloss Ludwigsburg, Wanderfalken; Foto: Udo Rühl

Die Wanderfalkenfamilie, die 2018 das Nest bewohnte.

WANDERFALKEN IM SCHLOSS

Inzwischen zählen Wanderfalken zwar nicht mehr zu den bedrohten Tierarten, dennoch sind sie sehr selten. Vogelexperten schätzen 260 bis 280 Wanderfalkenbrutpaare in Baden-Württemberg. Im Kreis Ludwigsburg sind es etwa drei bis vier Paare. Das Residenzschloss wird zum Lebensraum seltener Tiere, denn zum zweiten Jahr in Folge akzeptieren Wanderfalken das Nistangebot auf dem Dach des Monuments.

 

Die Walderfalken 2019

Die Jungfalken wagen sich seit einigen Tagen auf den Balkon ihres Brutplatzes. Sie zeigen noch Reste ihres Dunenkleides. Das überwiegend braune Jugendgefieder ist aber schon gut zu erkennen.
Zu „Ausflügen“ sind sie noch nicht unterwegs. Voraussichtlich Ende Mai beginnt die mehrwöchige „Bettelflugphase“, in der sie noch Beute von ihren Eltern erbetteln und das selbständige Jagen erlernen. 

Residenzschloss Ludwigsburg, Wanderfalke; Foto: Udo Rühl
Residenzschloss Ludwigsburg, Wanderfalke; Foto: Udo Rühl

Während sich die Jungfalken auf den Balkon wagen, sind ihre Eltern auf der Hut.

Residenzschloss Ludwigsburg, Wanderfalkenbrut; Foto: Udo Rühl
Residenzschloss Ludwigsburg, Wanderfalkenbrut; Foto: Udo Rühl

Die Ludwigsburger Jungfalken, zwei Männchen und ein Weibchen sind, fotografiert am 3. Mai 2019.

Residenzschloss Ludwigsburg, Wanderfalke; Foto: Udo Rühl

Wanderfalkenweibchen, fotografiert am 19. März 2019. Männchen und Weibchen sind nur noch äußerst selten zu zweit zu sehen. Gemeinsame Flüge finden jetzt nicht mehr statt. Das sind ziemlich sichere Anzeichen dafür, dass sie inzwischen fest brüten, denn dabei wechseln sie sich ab. Meist bebrütet die Eier aber das Weibchen. Mitte April könnten aus den Eiern Junge schlüpfen.

Residenzschloss Ludwigsburg, männlicher Wanderfalke; Foto: Udo Rühl
Residenzschloss Ludwigsburg, weiblicher Wanderfalke; Foto: Udo Rühl

Das diesjährige Wanderfalkenpärchen im Februar: links das Männchen und rechts das Weibchen. Bislang sind sie gemeinsam zu entdecken. Sobald die Brutzeit begonnen hat, sind sie nur noch abwechselnd zu sehen.

Residenzschloss Ludwigsburg, Wanderfalke; Foto: Udo Rühl
Residenzschloss Ludwigsburg, Wanderfalke; Foto: Udo Rühl

Die Wanderfalken in früheren Jahren.