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Un des plus grands châteaux baroques d’Allemagne

Château résidentiel de Ludwigsbourg

Besucher in der Ahnengalerie, Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert
Fünfhundert Jahre württembergische Geschichte

Die Ahnengalerie

Zu den imposantesten Räumen in Schloss Ludwigsburg gehört die Ahnengalerie. Der fast achtzig Meter lange Saal beeindruckt durch das grandiose Deckenfresko von Carlo Carlone und über 25 großformatige Porträts, die Herrscherinnen und Herrscher von Württemberg zeigen.

Ahnengalerie im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Blick in die beeindruckende Ahnengalerie.

Repräsentativer Saal mit reichem Bilderschmuck

Die Ahnengalerie wurde zugleich mit der Bildergalerie ab 1729 als Verbindungstrakt zwischen den älteren Teilen des Schlosses und dem Neuen Hauptbau errichtet. Anstelle des ursprünglich geplanten schlichten Korridors mit weiß gestrichenen Wänden entschied sich Herzog Eberhard Ludwig für eine prachtvolle Ausstattung mit Stuckaturen und einem der größten und üppigsten Deckenfresken im gesamten Schloss.

Residenzschloss Ludwigsburg, Ausschnitt Deckenfresko in der Ahnengalerie; Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Im barocken Deckenfresko wird die Regierung Herzog Eberhard Ludwigs verherrlicht.

Barocke Decke, klassizistisches Konzept

Seine heutige Gestalt erhielt der Saal durch König Friedrich I. um 1806. Er ließ den Raum im klassizistischen Stil von seinem Hofbaumeister Nikolaus Friedrich von Thouret verändern. Die barocke Wanddekoration wurde entfernt und durch rötlichen Stuckmarmor ersetzt. Um die Bedeutung und das Alter seiner Familie hervorzuheben, ließ König Friedrich die Ahnenreihe der württembergischen Regenten ergänzen und Format und Rahmung der Bilder vereinheitlichen.

Residenzschloss Ludwigsburg, Besucher in der Ahnengalerie; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Auge in Auge mit den württembergischen Herrschern.

Viel Ehre den Herren, wenig Platz für die Damen

Die Herrscherbilder in der Ahnengalerie führen den Stammbaum des Hauses Württemberg bis ins späte Mittelalter zurück. Von Herzog Eberhard im Barte, dem ersten württembergischen Herzog, bis König Wilhelm II., der nach dem Ende der Monarchie 1918 abdankte, sind alle regierenden Herzöge und Könige vertreten. Ehefrauen wurden nur dann in der Ahnengalerie mit einem Porträt geehrt, wenn sie durch die Geburt eines Thronfolgers zum Erhalt der Dynastie beigetragen hatten.

König Karl, Sohn von Pauline und Wilhelm; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger
Königin Pauline, Gemälde von Georg Friedrich Erhardt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Ludwigsburg
König Wilhelm I., Gemälde von Joseph Karl Stieler; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger

Das Porträt von Königin Pauline wurde in die Ahnengalerie aufgenommen, da sie einen Thronfolger, den späteren König Karl, geboren hatte.

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