Un des plus grands châteaux baroques d’Allemagne

Château résidentiel de Ludwigsbourg

Außenansicht des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Norbert Stadler
Wärmezufuhr in den Herrschaftszimmern

Heizen im Schloss

Wer denkt, dass der Winter im Residenzschloss Ludwigsburg von der herrschaftlichen Familie als eine besonders gemütliche Jahreszeit empfunden wurde, täuscht sich sehr. Denn es war ein schwieriges Unterfangen, die Räume warmzuhalten – vor allem für die Bediensteten.

Alter Hauptbau, Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Norbert Stadler

Im Winter ganz schön kalt.

Im Winter nach Stuttgart oder nach Ludwigsburg?

Das Schloss in Ludwigsburg war anfänglich nur für den Aufenthalt im Sommer gedacht, als Residenz im Winter diente Herzog Eberhard Ludwig und den nachfolgenden Regenten das Alte Schloss in Stuttgart. Als jedoch 1764 Herzog Carl Eugen, Onkel des ersten württembergischen Königs Friedrich, Ludwigsburg zu seinem Hauptsitz erklärte, wurde die Schlossanlage bis 1775 auch in den Wintermonaten bewohnt.

Schlafzimmer von König Friedrich I. im Neuen Hauptbau, Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Königliches Schlafzimmer mit zwei gusseisernen Öfen.

Massnahmen gegen das Frieren

Die Hauptmaßnahme gegen das Frieren war auch damals das Heizen. Aber nur die Zimmer der herrschaftlichen Familie waren mit offenen Kaminen und Kachelöfen ausgestattet. Von den Dienerschaftsgängen aus konnten diese diskret über Heizungsschächte beheizt werden. Dafür wurden Unmengen von Holz benötigt, die sogar aus dem Schwarzwald nach Ludwigsburg gelangten. Aufgrund der hohen Zimmerdecken und der schlechten Isolierung war es trotz allem recht kalt und zugig.

Heizen allein reichte nicht

Da das Beheizen der Räume nicht ausreichte, um den Winter zu überstehen, gab es noch weitere Möglichkeiten, der Kälte zu trotzen: Zusätzliche Fenster wurden vor die Sprossenfenster gehängt, Teppiche ausgelegt und die sommerlichen Seidentapeten durch Wolltapeten ersetzt. Auch die Herrschaften selbst hüllten sich in wärmende Kleidung wie wattierte Unterröcke und Morgenmäntel, Handschuhe und Mützen. Ebenso machten warme Getränke wie Kaffee oder Schokolade und Wasserbäder die kalten Tage erträglicher.

Wattierter Morgenmantel aus dem Modemuseum im Residenzschloss Ludwigsburg;
Wattierter Unterrock aus dem Modemuseum im Residenzschloss Ludwigsburg;

Mit dem richtigen Darüber oder Darunter schützten sich die Damen und Herren vor der Kälte.

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