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Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Residenzschloss Ludwigsburg

Napoleon Bonaparte, Gobelin in Schloss Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger
Kaiser der Franzosen

Napoleon Bonaparte

Der französische General Napoleon Bonaparte übernahm als Konsul und später als Kaiser die Macht in Frankreich. Zweimal hielt er sich in Ludwigsburg auf: Bei diesen Besuchen verhandelte Napoleon mit Herzog Friedrich II. von Württemberg, dem König von Napoleons Gnaden, über eine Allianz mit Frankreich.

Kaiser Napoleon Bonaparte; Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Napoleon Bonaparte in typischer Haltung.

Wie sah Napoleons Karriere aus?

Napoleon Bonaparte stammte aus einer korsischen Familie. Während der Französischen Revolution stieg er vom Offizier zum General und schließlich zum Ersten Konsul der Französischen Republik auf. Vor allem bei seinen Feldzügen in Italien und Ägypten bewies er ein exzellentes, militärisches Talent. 1804 krönte er sich selbst zum Kaiser der Franzosen und herrschte in einem diktatorischen Regime bis 1815. Nachdem Napoleon die berühmte Schlacht in Waterloo verlor, wurde er nach St. Helena verbannt.

Kaiser Napoleon Bonaparte und Herzog Friedrich II. von Württemberg; Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Napoleon Bonaparte und Herzog Friedrich im Gespräch.

Was wollte Napoleon in Ludwigsburg?

Unangekündigt stand Napoleon Bonaparte vor den Toren der Residenz. Bei seinem Besuch wollte er Herzog Friedrich II. von Württemberg von einer Allianz mit Frankreich überzeugen. Im Hofdiarium von Ludwigsburg wird die Ankunft des Kaisers am Mittwoch, den 2. Oktober 1805, wie folgt beschrieben: „Nacht nach 10 Uhr kamen Seine Majestät der Kaiser der Franzosen (…) unter dem Donner der Kanonen und Läutung aller Glocken der Stadt hier an. Höchstdieselben stiegen im Garten am Marmor-Sall aus, wo Höchst Sie von Seiner Churfürstlichen Durchlaucht, den Prinzen von Haus und dem ganzen Hof empfangen und von Seiner Churfürstlichen Durchlaucht in dem Marmor-Sall (…), geführt wurde“.

Büste von Napoleon Bonaparte in Schloss Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Sven Grenzemann

Die Büste erinnert an Napoleon Bonaparte

Warum war Napoleon an Württemberg interessiert?

Mit seinen Verhandlungen schaffte es Napoleon, Württemberg, Bayern und Baden zu seinen Verbündeten im Krieg gegen Österreich zu machen. Nach der gewonnenen Schlacht von Austerlitz schloss Napoleon am 21. Oktober 1805 einen Frieden mit Österreich. Zum Dank für ihre Unterstützung erhob Napoleon die Kurfürsten von Bayern und Württemberg zu Königen: Aus Herzog Friedrich II. wurde König Friedrich I. von Württemberg.

König Jérôme und Königin Katharina von Westfalen, Porträt von Sebastian Weygandt, 1810; Foto: Wikipedia gemeinfrei

Das Paar drei Jahre nach ihrer Hochzeit.

Was verband Napoleon und Friedrich noch?

Um seine Macht zu festigen, betrieb Napoleon eine gezielte Heiratspolitik: Er verhandelte Ehen zwischen seinen Verwandten und führenden europäischen Adelshäusern. Bei seinem Besuch in Stuttgart im Januar 1806 erhielt er die Zusage von König Friedrich I. von Württemberg über eine Ehe zwischen seinem jüngsten Bruder Jérôme und der Tochter Friedrichs. So heiratete Katharina von Württemberg am 22. August 1807 Jérôme Bonaparte, der seit Juli 1807 König des eigens für ihn geschaffenen Königreichs Westphalen war.

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