Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Residenzschloss Ludwigsburg

Entwurf eines Projekts der Kostümakademie Ludwigsburg; Foto: Dr. Eva Maria Schneider-Gärtner
Erst schwarz-weiß, dann bunt

Kostümstudien in

Aquarelltechnik

In der zweiten Phase des seit März 2014 laufenden Projekts „Die Schneekönigin: Mode zur Zeit der Romantik“ der Kostümakademie im Residenzschloss Ludwigsburg fertigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kostümstudien in Aquarelltechnik an.

Marmorsaletta im Jagdpavillon des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Atelier in fürstlicher Umgebung.

Atelier im Jagdpavillon

Unmittelbar im Anschluss an den kostümtheoretischen Teil im Modemuseum begaben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den zum Atelier umgewandelten Jagdpavillon des Residenzschlosses. Dort entwarfen die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Kostümstudien. Die Studien erfolgten in Anlehnung an die originalen Gewänder im Modemuseum. Als weitere Grundlage dienten Modezeichnungen aus den ersten Modejournalen der Jahre 1816 bis 1869. Auch zeitgenössische Gemälde wurden als Vorlagen herangezogen.

Von der Gewandstudie ...

Im ersten Schritt erhielten die Kinder eine von der Leiterin der Kostümakademie Ludwigsburg, Dr. Eva Maria Schneider-Gärtner, angefertigte Bleistiftskizze einer Gewandstudie, die sie weiterführen sollten. Anhand dieser Vorskizze übten sie, wie man ein in einer Vitrine ausgestelltes Kleidungstück in eine Entwurfszeichnung auf dem Papier umsetzt. Sie lernten dabei nicht nur die Proportionen einer Gewandfigur korrekt wiederzugeben und die Details eines Gewandes herauszuarbeiten, sondern auch die Gestaltung der Porträts.

Aquarellstudien im Jagdpavillon des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Dr. Eva Marie Schneider-Gärtner

Atelier im Jagdpavillon.

... über das Erlernen der Techniken ...

Im zweiten Schritt erfolgte das Kolorieren der Gewandstudien mit Aquarellfarben. Hier erlernen die Kinder zunächst als Basis die zwei maßgeblichen Aquarelltechniken – die „Naß-in Naß“ oder „Verlauftechnik“ und die Technik des Lasierens – sowie das Kombinieren beider Techniken. Mit Hilfe dieser Techniken war es den Kindern möglich, die Stofflichkeit innerhalb einer Gewandstudie wiederzugeben.

... zum eigenen Kostümentwurf

Nach Fertigstellung dieser ersten Gewandfiguren erarbeiteten die Kinder dann im dritten und letzten Schritt völlig eigenständig einen Kostümentwurf. Hierzu skizzierten sie auf ihrem Aquarellpapier mit Bleistift eine Schneiderpuppe und drapierten um diese Schneiderpuppe ebenfalls zeichnerisch das historische Gewand. Abschließend kolorierten sie auch dieses in Aquarelltechnik. Hierbei setzten die Kinder das Erlernte nun vollkommen selbständig um.

Projektteilnehmerin der Kostümakademie Ludwigsburg; Foto: Dr. Eva Maria Schneider-Gärtner
Projektteilnehmer der Kostümakademie Ludwigsburg; Foto: Dr. Eva Maria Schneider-Gärtner

Projektteilnehmerin und -teilnehmer beim Gestalten des Entwurfs.