Residenzschloss Ludwigsburg
Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Montag, 20. April 2026

Residenzschloss Ludwigsburg | Sonstige Veranstaltungen Internationale Tagung zu historischen Raritäten: „Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater“

Die internationale Tagung „Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg“ rückt von Donnerstag, 14. Mai, bis Samstag, 16. Mai, die Sammlung an historischen Bühnendekorationen in den Fokus. Im Residenzschloss Ludwigsburg diskutieren Fachleute aus verschiedenen Ländern ihre Geschichte, Gestaltung und Nutzung. Die Tagung ist öffentlich und umfasst neben den Fachvorträgen auch Führungen und eine musikalische Bühnenwandlung am Abend. Eine Anmeldung per E-Mail an tagung@ssg.bwl.de ist bis Mittwoch, 6. Mai, erforderlich.

Tagung im Residenzschloss 

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erreichte das württembergische Theater ein Niveau, dass es weit über die Grenzen des Herzogtums hinaus bekannt machte. Selbst Giacomo Girolamo Cassanova rühmte den Hof Herzog Carl Eugens enthusiastisch als den „glänzendsten von ganz Europa“. Das Schlosstheater Ludwigsburg ist bis heute ein Zeugnis dieser Zeit - nicht nur durch die größtenteils im Original erhaltene Bühnenmaschinerie. Auch der Fundus historischer Bühnendekorationen, die unter Herzog Carl Eugen und König Friedrichs I. entstanden, gibt seltene Einblicke in die Vergangenheit. Die internationale Tagung „Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg“ stellt die Sammlung von Donnerstag, 14. Mai, bis Samstag, 16. Mai, in den Mittelpunkt der Forschung. 

Die Konferenz mit renommierten Expertinnen und Experten aus Deutschland und weiteren Ländern findet im Ordensaal des Residenzschlosses statt und ist öffentlich – alle Interessierten sind willkommen. 

Die Tagungsgebühr beträgt pro Person 70,00 Euro, Ermäßigte zahlen 40,00 Euro. In der Gebühr sind die Führungen am 14. und 16. Mai, die Abendveranstaltung am 15. Mai und Verpflegung enthalten. Eine Anmeldung an tagung@ssg.bwl.de ist bis Mittwoch, 6. Mai, erforderlich. Die Tagungsgebühr ist am ersten Tagungstag an der Schlosskasse zu begleichen.

Interdisziplinär und international

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg veranstalten die Tagung in Kooperation mit der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW | Hochschule für Musik Basel FHNW | Schola Cantorum Basiliensis und dem Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Dabei ist die Konferenz nicht nur international, sondern auch interdisziplinär. So werden die Entstehung und künstlerische Gestaltung des Ludwigsburger Fundus, die Rolle des Dekorationswesens im höfischen Bühnenbetrieb und die Wechselwirkung zwischen den theatralen Künsten unter Einbezug des europäischen Kontextes in den Blick genommen. 

Fragen der Einbindung erhaltener Bühnenausstattung im Rahmen historisch informierter Aufführungspraxis (HIP) werden ebenso erörtert und auf die Bühne des Schlosstheaters gebracht: Ein Highlight der Tagung ist die Musikalische Bühnenwandlung, präsentiert durch Studierende der Schola Cantorum Basiliensis. 

Neben den Referentinnen und Referenten aus Deutschland begrüßen die Staatlichen Schlösser und Gärten und ihre Kooperationspartner auch Sprecherinnen und Sprecher aus Italien, der Schweiz, Tschechien, Schweden, Frankreich und Österreich. Die englischsprachigen Vorträge der Tagung werden simultan übersetzt.

Geschichte, Gestaltung und Praxis

Die Tagung gliedert sich in vier Sektionen: Die erste Sektion widmet sich nach einer thematischen Einführung dem Ludwigsburger Fundus und seiner Entwicklung. Der zweite Abschnitt gibt Einblicke in den europäischen Kontext des Theaterwesens im 18. und 19. Jahrhundert. Die vorletzte Sektion stellt die Gestaltungsparameter im höfischen Bühnenwesen in den Fokus. Der letzte Teil der Tagung thematisiert die Bühnendekoration im Kontext historisch informierter Aufführungspraxis. Eine Round Table-Diskussion zur Nutzung historischer Spielstätten und Ausstattungsbestände rundet den wissenschaftlichen Teil der internationalen Tagung ab. Das vollständige Programm und weitere Informationen sind online unter www.schloss-ludwigsburg.de zu finden.

 

Service und Information

Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg
Internationale Tagung 

Termin
Donnerstag, 14. Mai, bis Samstag, 16. Mai

Veranstaltungsort
Residenzschloss Ludwigsburg
Schlossstraße 30
71634 Ludwigsburg

Veranstalter der Tagung
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg in Kooperation mit: Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW | Hochschule für Musik Basel FHNW | Schola Cantorum Basiliensis und Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Veranstalter
Pro Person 70,00 €
Ermäßigte 40,00 €
In der Tagungsgebühr sind die Führungen am 14. und 16. Mai, die Abendveranstaltung am 15. Mai sowie die angegebene Verpflegung enthalten.

Information und Anmeldung
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis Mittwoch, 6. Mai, per E-Mail an tagung@ssg.bwl.de erforderlich. Die Teilnahmegebühr ist am ersten Tag der Tagung an der Schlosskasse des Residenzschlosses zu begleichen. Die Schlosskasse öffnet am Donnerstag, 14. Mai, bereits ab 8.30 Uhr. Am Freitag, 15. Mai, ist sie um 8.45 Uhr geöffnet.

Hinweis

  • Die englischsprachigen Vorträge der Tagung werden simultan übersetzt.

  • Ordenssaal und Schlosstheater werden nicht beheizt. Angepasste Bekleidung wird empfohlen. 

  • Mit der Teilnahme an dieser Tagung erklären Sie sich damit einverstanden, dass im Rahmen der Veranstaltung Foto- und Videoaufnahmen angefertigt werden. Diese dienen der Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Programm

Donnerstag, 14. Mai
08.30 Uhr Öffnung Tagungsbüro (Der Standort des Tagungsbüros ist ausgeschildert.)
09.30 Uhr Begrüßung: Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Grußworte: Schola Cantorum Basiliensis, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Theaterhistorische Einführung: Holger Schumacher, Karlsruhe

Sektion 1: Bestand und Entwicklung des Ludwigsburger Fundus
10.45 Uhr Bestand und Restaurierung des Ludwigsburger Fundus: Felix Muhle, Ludwigsburg
11.30 Uhr Mittagspause (zur freien Verfügung)
12.15 Uhr Führung im Schlosstheater: Historische Bühnenmaschinerie und Dekorationsfundus
14.00 Uhr Die Pleinair-Bühnenbilder des 18. Jahrhunderts im Ludwigsburger Fundus. Datierungen, Zuschreibungen, künstlicher Kontext: Holger Schumacher, Karlsruhe
14.45 Uhr Jean-Nicolas Servandoni ou le pouvoir du décor: Michèle Sajous D’Oria, Bari
15.30 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr „Auch zum allgemeinen Gebrauche sehr passend […]“. Die Interieur-Bühnenbilder des Ludwigsburger Dekorationsfundus im Kontext der Theaterpraxis des frühen 19. Jahrhunderts: Christine Hübner, Leipzig
16.45 Uhr Feuerwerk, Maschinerieschneider und Lampist. Backstage-Arbeiter*innen im frühen 19. Jahrhundert in Stuttgart (ca. 1800–1840): Hanna Eßler, Zürich / Annette Kapeller, Bern
18.30 Uhr Snackpause
19.00 Uhr Festvortrag mit anschließendem Stehempfang: Vom Neckar zur Seine und retour – Bühnenbilder à la mode um 1800: Andreas von Hülsen-Esch, Düsseldorf

Freitag, 15. Mai
08.30 Uhr Öffnung Tagungsbüro (Der Standort des Tagungsbüros ist ausgeschildert.)

Sektion 2: Europäischer Kontext
09.00 Uhr The Stage Decoration Collection at the Česky Krumlov Castle Theatre – History, Inventory, Restoration and Use: Jiři Bláha, Český Krumlov
09.45 Uhr Preserving a Unique Collection of 18th Century Stage Scenery. Insights from the Drottningholm Court Theatre: Åsa Tillman, Stockholm
10.30 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr Die Bühnendekoration des Théâtre de la Reine im Trianon: verlorene Kreationen des 18. Jahrhunderts, Erbe des 19. Jahrhunderts und zeitgenössischen Präsentation: Raphaël Masson, Versailles
11.45 Uhr Der Fundus des Teatro de le Sane in Feltre im Kontext der Bühnendekorationskunst an italienischen Provinztheatern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Raphaël Bortolotti, Lausanne
12.30 Uhr Snackpause

Sektion 3: Gestaltungsparameter im höfischen Bühnenwesen
14.00 Uhr Was spielte man auf dem Lande? Opernrepertoire und Schauplätze in den Nebentheatern von Herzog Carl Eugen von Württemberg und Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz: Helena Langewitz, Bern / Mainz
14.45 Uhr Orti – Giardini – Boschi: Naturszenerien auf den Opernbühnen Bayreuths und Stuttgarts (1740–1755): Andrea Zedler, Augsburg
15.30 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr Bühnendekoration im Spiegel der Libretti zu den Opern Niccolò Jommellis am württembergischen Hof: Klaus Pietschmann, Mainz16.45 Uhr »La richesse, l’élégance, la variété et la perfection du costume« – Louis-René Boquet, dressing the spectacles of Duke Carl Eugen Württemberg: Petra Zeller Dortlačivolá, Basel
18.00 Uhr Musikalische Bühnenwandlung im Schlosstheater

Samstag, 16. Mai
08.30 Uhr Öffnung Tagungsbüro (Der Standort des Tagungsbüros ist ausgeschildert.)

Sektion 4: Bühnendekoration im Kontext historisch informierter Aufführungspraxis
09.00 Uhr Zwischen Zwang und Kreativität: Innocente Colomba und die Produktion der Bühnenbilder für Demofoonte, Stuttgart 1764: Martina Papiro, Basel
09.45 Uhr Octavia, Hamburg 1705 / Boston 2025: Learning from the Drawings of Johann Oswald Harms: Alexander McCargar, Wien
10.30 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr The Use of Scenic Space on the Baroque Opera Stage: Deda Cristina Colonna, Basel
11.45 Uhr Das Entstehen des Bühnenbildes für La Critica, Basel und Ludwigsburg 2026 / 2027: Marianna Helen Meyer, Basel / Andreas Wenger, Basel
12.30 Uhr Kaffeepause
13.00 Uhr Round Table: Die Nutzung historischer Spielstätten und Ausstattungsbestände. Chancen, Risiken, Erfahrungen, Desiderate: Schola Cantorum Basiliensis, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
ca. 13.30 Uhr Ende der Tagung / Möglichkeit zur Besichtigung von Residenzschloss Ludwigsburg oder Schloss Solitude, Stuttgart (eigene Anreise, die Führung ist in der Tagungsgebühr enthalten) 

 

Kontakt

Residenzschloss Ludwigsburg
Schlossstraße 30
71634 Ludwigsburg
Telefon +49 (0) 71 41.18 64 00
info@schloss-ludwigsburg.de 

Download und Bilder