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Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Residenzschloss Ludwigsburg

Der Alte Hauptbau des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ralf Cohen
Prunkvolle Gemächer im ältesten Teil des Schlosses

Der Alte Hauptbau

Die kostbar ausgestatteten Appartements und das noble Tafelzimmer machen den Alten Hauptbau zu einem herausragenden Beispiel für die höfische Residenzkultur des Barock. Der ab 1704 errichtete Bau sollte Herzog Eberhard Ludwig in den ersten Jahren als Jagdquartier dienen.

Tafelfreuden und herrschaftliches Wohnen

Das Tafelzimmer liegt im Zentrum des repräsentativen ersten Obergeschosses. Daran schließen sich westlich und östlich die Wohnungen des Herzogs und der Herzogin an. Beide Appartements haben jeweils drei Räume – das Vor-, das Audienz- und das Schlafzimmer. Sie folgen damit einer Aufteilung, wie sie im 17. Jahrhundert in Frankreich entwickelt und in barocken Schlössern übernommen worden war. Übrigens: Das Schlafzimmer des Herzogs – im Hofzeremoniell der wichtigste Raum – war hier kombiniert mit einem Spiegelkabinett – einem der luxuriösesten Schlossräume.

Die Decke des Spiegelkabinettes im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger

Das Spiegelkabinett mit Stuckaturen von Frisoni.

Ein Spiegelkabinett mit Raffinessen

Das Spiegelkabinett, reich mit vergoldetem Stuck verziert, wurde um 1721 erweitert, indem man die Wand zum herzoglichen Schlafzimmer entfernte und die beiden Räume verband. Beim Betreten entfalten die zahlreichen Spiegel ihr raffiniertes Spiel. Schein und Wirklichkeit fließen ineinander. Was die Gäste von Herzog Eberhard Ludwig nicht wussten: Hinter einer verspiegelten Tür befand sich die verborgene Treppe, die in das direkt darunter gelegene Schlafzimmer seiner Mätresse Wilhelmine von Grävenitz führte.

Detail des Deckenfreskos im sogenannten Marszimmer des Alten Hauptbaus; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Sven Grenzemann
Detail des Deckenfreskos im sogenannten Junozimmer des Alten Hauptbaus, um 1709; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger

Im Alten Hauptbau haben sich zahlreiche Deckenfresken aus der Erbauungszeit des Schlosses im Original erhalten.

Teil einer Fensternische im alten Audienzzimmer Eberhard Ludwigs; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger

Prächtige Fensterlaibungen.

Kostbare Möbel im Schloss

Der originale Schreibschrank ist ein Meisterwerk der Möbelkunst. Er wurde um 1715/20 angefertigt, vermutlich von Johann Jakob Meyer. Der Kunstschreiner aus Kirchheim unter Teck ist trotz seiner erstaunlichen Fähigkeiten kaum über Württemberg hinaus bekannt geworden. Sein monumentales Prunkmöbel zählt zu den kostbarsten Ausstattungsstücken der herrschaftlichen Appartements im Alten Hauptbau – allerdings ist es heute unklar, ob der Schreibschrank für Herzog Eberhard Ludwig oder für andere Schlossbewohner gedacht war.

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