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Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Residenzschloss Ludwigsburg

Residenzschloss Ludwigsburg, Marmorsaletta im Jagdpavillon; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer
Glanzvoller Rahmen für Jagdgesellschaften

Der Jagdpavillon

Der Jagdpavillon mit seinen kostbaren Räumen bildet einen Höhepunkt der barocken Ausstattungskunst in Schloss Ludwigsburg. Im größten Raum, der Marmorsaletta, veranstaltete Herzog Eberhard Ludwig die festlichen Zusammenkünfte des von ihm gegründeten St.-Hubertus-Jagdordens.

Detail der Decke in der Marmorsaletta, Jagdpavillon, Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Sven Grenzemann

Ausschnitt aus der Decke der Marmorsaletta.

Namengebend: kostbarer Wandschmuck aus Marmor

Die Marmorsaletta, der zentrale Prunksaal im Jagdpavillon, stammt aus der ersten Bauphase des Schlosses und ist vollständig erhalten. Giacomo Antonio Corbellini überzog die Wände mit vielfarbigen Einlegearbeiten in Stuckmarmor. Sie zeigen den württembergischen Jagdorden, Jagdhörner und das Monogramm von Herzog Eberhard Ludwig. Beeindruckend sind die beiden wuchtigen Kamine, auf denen Putten thronen. Die prunkvolle Ausstattung gipfelt in der prächtigen Decke mit ihrem reichen Stuck und einem Gemälde von Luca Antonio Colomba.

Details des Fußbodens im Marmorkabinett des Jagdpavillons des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger
Detail aus dem Boiserienkabinett des Jagdpavillons des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Sven Grenzemann
Detail der Decke im Chinesischen Lackkabinett des Jagdpavillons des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Sven Grenzemann

Kunstvoll bis ins Detail: Die drei Kabinette und ihre Ausstattungen sind Meisterstücke des barocken Kunsthandwerks, die durch eine virtuose Materialverarbeitung beeindrucken.

Detail im Chinesischen Lackkabinett des Jagdpavillons um 1715; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger

Beispiel für die Chinamode, die an deutschen Fürstenhöfen beliebt war.

Raumkunstwerke im Kleinen

Drei reich verzierte Kabinette schließen an die Marmorsaletta an. Alle drei sind kostbare und raffinierte Raumkunstwerke des Barock – Inbegriff für Luxus und höchste Repräsentation. Im eleganten Marmorkabinett überziehen feine Stuckaturen die Wände aus hellem Stuckmarmor. Im Boiserienkabinett erinnern die eingelegten Ornamente der Wandvertäfelung an Muster türkischer Teppiche. Das Lackkabinett fasziniert mit chinesisch anmutenden Malereien auf schwarzem Grund. Die Türkenmode und die Chinamode waren in der Barock-Zeit an den europäischen Fürstenhöfen sehr beliebt.