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Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands

Residenzschloss Ludwigsburg

Besucher im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert
Erweiterung für festliche Anlässe

Ordensbau und

Ordenskapelle

Der Ordensbau mit dem prächtigen Saal in der ersten Etage entstand ab 1709. Er bot Herzog Eberhard Ludwig, zusammen mit der neuen Ordenskapelle, weitere Prunkräume für Feierlichkeiten, vor allem für seinen Jagdorden. Knapp 100 Jahre später nutzte König Friedrich I. den umgebauten Ordenssaal als Thronsaal.

Residenzschloss Ludwigsburg, Thron im Ordenssaal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Koch

Der Thron von König Friedrich I. im Ordenssaal.

Für feierliche Anlässe aller Art

Der Ordenssaal war der größte Raum des Schlosses vor der endgültigen Erweiterung durch den Neuen Hauptbau. Herzog Eberhard Ludwig nutzte den Raum für die Festlichkeiten des neuen württembergischen Jagdordens, den er gegründet hatte. Friedrich I., der 1806 zum württembergischen König aufgestiegen war, machte den Ordenssaal zu seinem Thronsaal während seiner Sommeraufenthalte in Ludwigsburg. Der eigentliche Thronsaal befand sich im Neuen Schloss in Stuttgart. Heute ist der Ordenssaal der einzig erhaltene Thronsaal in Württemberg!

Der Ordenssaal im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, David Franck

Blick in den zum Thronsaal umgestalteten Ordenssaal.

Prächtig aus der Mode gekommen

Die Rangerhöhung Friedrichs war der Anlass für die gesamte Umgestaltung des Ordenssaals ab 1804. Unter der Leitung des Hofarchitekten Nikolaus Friedrich Thouret wurden die unmodern gewordenen barocken Stuckaturen an den Wänden durch klassizistische Wandpfeiler ersetzt. Das Deckengemälde von Pietro Scotti wurde hingegen nur übermalt. 1939 konnte es mit seiner perspektivischen Architekturmalerei und dem Ausblick in den Götterhimmel wieder freigelegt werden.

Blick in die Ordenskapelle im Residenzschloss Ludwigsburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Eine Kapelle für den Hochadel.

Die Ordenskapelle

König Friedrich I. erhob den bisherigen herzoglichen Jagdorden zum Goldenen Adlerorden. Eindrucksvoll ist der architektonische Rahmen, den er für die Versammlungen seines Adlerordens gestalten ließ. Dafür musste Hofbaumeister Thouret die ehemalige evangelische Hofkapelle verändern. Dem illustren Orden gehörten neben Kaiser Napoleon die Könige von Preußen und Bayern sowie weitere Angehörige des Hochadels an. Bis heute unverändert erhalten sind die umlaufenden Sitzreihen, auf denen die Ordensritter unter ihrem vergoldeten Wappenschild Platz nahmen.

Deckengemälde „Kreuzigung“ von Livio Retti in der Ordenskapelle des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger
Deckengemälde „Christi Himmelfahrt“ von Livio Retti in der Ordenskapelle des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger
Deckengemälde „Ausgießung des Heiligen Geistes“ von Livio Retti in der Ordenskapelle des Residenzschlosses Ludwigsburg; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger

Deckengemälde in der Ordenskapelle, gemalt von Livio Retti: Dargestellt sind Szenen aus dem Neuen Testament.

Medaille mit König Wilhelm I. zur Verfassung von 1819; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jäger

Der König nutzte den Saal.

Ein bedeutender Ort für Württemberg

Später war der Ordenssaal Schauplatz bedeutender politischer Ereignisse. 1819 wurde hier die Verfassung des Königreichs Württemberg verkündet und 1919, fast auf den Tag genau 100 Jahre später, die erste demokratische Verfassung. Die Verabschiedung der neuen Verfassung 1919 wurde bewusst in großer zeitlicher Nähe zu diesem Jubiläum angesetzt, um die neue demokratische Verfassung in die als fortschrittlich geltende württembergische Verfassungstradition zu stellen.  

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