Residenzschloss Ludwigsburg
Eines der grössten Barockschlösser Deutschlands
Residenzschloss Ludwigsburg, Detail, Schlosstheater, Vorhang, Motiv von Luca Colomba

Internationale Tagung vom 14. bis 16. Mai 2026Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater

Bei der internationalen Tagung „Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg“ steht von Donnerstag, 14. Mai, bis Sonntag, 16. Mai, das historische Bühnenbild im Fokus der Fachleute. Die Tagung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist per E-Mail an tagung@ssg.bwl.de bis zum 4. Mai erforderlich.

Residenzschloss Ludwigsburg, Ordenssaal, Event, Konzert

Im Mai 1758 fand die erste Vorstellung im Ludwigsburger Schlosstheater statt.

Ein Schatz der Theatergeschichte

Das Schlosstheater Ludwigsburg ist aus mehreren Gründen von großer Bedeutung. Es umfasst eine größtenteils im Original erhaltene Bühnenmaschinerie aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, einen 1811 in klassizistischen Formen umgestalteten Zuschauerraum und einen stattlichen Fundus historischer Bühnendekorationen. Bei einer Tagung rücken die Staatlichen Schlösser und Gärten in Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis und der Universität Mainz den außergewöhnlichen Dekorations-Bestand ins Zentrum.

Residenzschloss Ludwigsburg, Detail, Elysische Gefilde

Die Elysischen Gefilde zählen zum Fundus des Schlosstheaters.

Bestand und Entwicklung

Die Tagung gliedert sich in vier Sektionen: Nach einer Begrüßung durch Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten, sowie von Grußworten der Kooperationspartner folgt eine Einführung ins Thema durch Holger Schumacher. Im Anschluss beginnt die erste Sektion, die sich dem Ludwigsburger Fundus und seiner Entwicklung widmet: Dabei geht es unter anderem um Bestand und Restaurierung sowie die Pleinair-Bühnenbilder des 18. Jahrhunderts. Ein Festvortrag mit Stehempfang schließt den ersten Abend ab.

Residenzschloss Ludwigsburg, Innen, Schlosstheater, Unterbühne

Die Bühnentechnik des Schlosstheaters stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Europäischer Kontext und Gestaltungsparameter

Die zweite Sektion startet am Freitagmorgen: Expertinnen und Experten aus Tschechien, Schweden, Frankreich und der Schweiz geben Einblicke in den europäischen Kontext des Theaterwesens im 18. und 19. Jahrhundert. Am Nachmittag beginnt die dritte Sektion, bei der die Gestaltungsparameter im höfischen Bühnenwesen in den Blick genommen werden: Neben anderem werden das Opernrepertoire und die Schauplätze in den Nebentheatern von Herzog Carl Eugen und Kurfürst Carl Theodor beleuchtet.

Residenzschloss Ludwigsburg, Innen, Schlosstheater

Das Schlosstheater im Residenzschloss ist bis in Details durchdacht.

Historisch informierte Aufführungspraxis

Die vierte und letzte Sektion thematisiert die Bühnendekoration im Kontext historisch informierter Aufführungspraxis. Die Produktion der Bühnenbilder für das Stück „Demofoonte“, die Gemälde von Johann Oswald Harms, die Verwendung des szenischen Raums und die Entstehung des Bühnenbilds für La Critica – die Oper wird 2026 / 2027 in Ludwigsburg und Basel aufgeführt – stehen im Fokus. Eine Round Table-Diskussion zur Nutzung historischer Spielstätten und Ausstattungsbestände rundet den wissenschaftlichen Teil der internationalen Tagung ab. 

Service

Der Bühnendekorationsfundus im Schlosstheater Ludwigsburg

Internationale Tagung vom 14. bis 16. Mai 2026

Veranstaltungsort

Residenzschloss Ludwigsburg
Schlossstraße 30
71634 Ludwigsburg

Termin

Donnerstag, 14. Mai, bis Samstag, 16. Mai 2026

Programm

Donnerstag, 14. Mai

08.30 Uhr Öffnung Tagungsbüro
09.30 Uhr Begrüßung: Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Grußworte: Schola Cantorum Basiliensis, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Theaterhistorische Einführung: Holger Schumacher, Karlsruhe

Sektion 1: Bestand und Entwicklung des Ludwigsburger Fundus

10.45 Uhr Bestand und Restaurierung des Ludwigsburger Fundus: Felix Muhle, Ludwigsburg
11.30 Uhr Mittagspause (zur freien Verfügung)
12.15 Uhr Führung im Schlosstheater: Historische Bühnenmaschinerie und Dekorationsfundus


14.00 Uhr Die Pleinair-Bühnenbilder des 18. Jahrhunderts im Ludwigsburger Fundus. Datierungen, Zuschreibungen, künstlicher Kontext: Holger Schumacher, Karlsruhe
14.45 Uhr Jean-Nicolas Servandoni ou le pouvoir du décor: Michèle Sajous D’Oria, Bari

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr „Auch zum allgemeinen Gebrauche sehr passend […]“. Die Interieur-Bühnenbilder des Ludwigsburger Dekorationsfundus im Kontext der Theaterpraxis des frühen 19. Jahrhunderts: Christine Hübner, Leipzig
16.45 Uhr Feuerwerk, Maschinerieschneider und Lampist. Backstage-Arbeiter*innen im frühen 19. Jahrhundert in Stuttgart (ca. 1800–1840): Hanna Eßler, Zürich / Annette Kapeller, Bern

18.30 Uhr Snackpause

19.00 Uhr Festvortrag mit anschließendem Stehempfang: Vom Neckar zur Seine und retour – Bühnenbilder à la mode um 1800: Andreas von Hülsen-Esch, Düsseldorf

 

Freitag, 15. Mai

08.30 Uhr Öffnung Tagungsbüro

Sektion 2: Europäischer Kontext

09.00 Uhr The Stage Decoration Collection at the Česky Krumlov Castle Theatre – History, Inventory, Restoration and Use: Jiři Bláha, Český Krumlov
09.45 Uhr Preserving a Unique Collection of 18th Century Stage Scenery. Insights from the Drottningholm Court Theatre: Åsa Tillman, Stockholm

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr Die Bühnendekoration des Théâtre de la Reine im Trianon: verlorene Kreationen des 18. Jahrhunderts, Erbe des 19. Jahrhunderts und zeitgenössischen Präsentation: Raphaël Masson, Versailles
11.45 Uhr Der Fundus des Teatro de le Sane in Feltre im Kontext der Bühnendekorationskunst an italienischen Provinztheatern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Raphaël Bortolotti, Lausanne

12.30 Uhr Snackpause

Sektion 3: Gestaltungsparameter im höfischen Bühnenwesen

14.00 Uhr Was spielte man auf dem Lande? Opernrepertoire und Schauplätze in den Nebentheatern von Herzog Carl Eugen von Württemberg und Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz: Helena Langewitz, Bern / Mainz
14.45 Uhr Orti – Giardini – Boschi: Naturszenerien auf den Opernbühnen Bayreuths und Stuttgarts (1740–1755): Andrea Zedler, Augsburg

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Bühnendekoration im Spiegel der Libretti zu den Opern Niccolò Jommellis am württembergischen Hof: Klaus Pietschmann, Mainz
16.45 Uhr »La richesse, l’élégance, la variété et la perfection du costume« – Louis-René Boquet, dressing the spectacles of Duke Carl Eugen Württemberg: Petra Zeller Dortlačivolá, Basel
18.00 Uhr Musikalische Bühnenwandlung im Schlosstheater

 

Samstag, 16. Mai

08.30 Uhr Öffnung Tagungsbüro

Sektion 4: Bühnendekoration im Kontext historisch informierter Aufführungspraxis

09.00 Uhr Zwischen Zwang und Kreativität: Innocente Colomba und die Produktion der Bühnenbilder für Demofoonte, Stuttgart 1764: Martina Papiro, Basel
09.45 Uhr Octavia, Hamburg 1705 / Boston 2025: Learning from the Drawings of Johann Oswald Harms: Alexander McCargar, Wien

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr The Use of Scenic Space on the Baroque Opera Stage: Deda Cristina Colonna, Basel
11.45 Uhr Das Entstehen des Bühnenbildes für La Critica, Basel und Ludwigsburg 2026 / 2027: Marianna Helen Meyer, Basel / Andreas Wenger, Basel

12.30 Uhr Kaffeepause

13.00 Uhr Round Table: Die Nutzung historischer Spielstätten und Ausstattungsbestände. Chancen, Risiken, Erfahrungen, Desiderate: Schola Cantorum Basiliensis, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

ca. 13.30 Uhr Ende der Tagung / Möglichkeit zur Besichtigung von Schloss Ludwigsburg oder Schloss Solitude, Stuttgart (eigene Anreise)

Veranstalter der Tagung

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg in Kooperation mit: Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW | Hochschule für Musik Basel FHNW | Schola Cantorum Basiliensis und Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Logo der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Logo der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Musik Basel

Logo des Instituts für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft

Koordination: Dr. Petra Pechaček, Anica Nießner, Hanna Hirt, Annemie Danz
Konzeption des Tagungsprogramms: Dr. Holger Schumacher, Karlsruhe; Martina Papiro, Schola Cantorum Basiliensis; Dr. Helena Langewitz, Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Preis

Pro Person 70,00 €
Ermäßigte 40,00 €

In der Tagungsgebühr sind die Führungen am 14. und 16. Mai, die Abendveranstaltung am 15. Mai sowie die angegebene Verpflegung enthalten.

Information und Anmeldung

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis 4. Mai per E-Mail an tagung@ssg.bwl.de erforderlich.

Die Teilnahmegebühr ist am ersten Tag der Tagung an der Schlosskasse des Residenzschlosses zu begleichen. Die Schlosskasse öffnet am Donnerstag, 14. Mai, bereits ab 8.30 Uhr. Am Freitag, 15. Mai, ist sie um 8.45 Uhr geöffnet.

Hinweis

  • Die englischsprachigen Vorträge der Tagung werden simultan übersetzt.
  • Ordenssaal und Schlosstheater werden nicht beheizt. Wir empfehlen entsprechende Bekleidung.
  • Mit der Teilnahme an dieser Tagung erklären Sie sich damit einverstanden, dass im Rahmen der Veranstaltung Foto- und Videoaufnahmen angefertigt werden. Diese dienen der Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit.

Kontakt

Residenzschloss Ludwigsburg
Schlossstraße 30
71634 Ludwigsburg